Purple Haze ist eine sativadominante Sorte mit süß-säuerlichem Aroma, violetten Blüten und einer kurzen Blütezeit – ungewöhnlich für eine Haze und der Grund, warum sie sich so lange gehalten hat.
Steckbrief Purple Haze
| Typ | sativadominant (80 % Sativa / 20 % Indica) |
| THC | 16–20 % |
| Blütezeit | 50–65 Tage, also 7–9 Wochen |
| Höhe | 110–150 cm |
| Ertrag | vom Züchter als groß eingestuft |
| Klima | sonnig bis mediterran |
| Aroma | süß-säuerlich, unverwechselbar |
| Wirkung | kreativ, aufhellend, mit leichter Entspannung |
| Schwierigkeit | einfach, ausdrücklich für Einsteiger geeignet |
Angaben nach Sensi Seeds / White Label, abgerufen am 10.09.2026. Der Züchter stuft den Ertrag in Stufen ein und nennt keine Zahl – wo hier eine Zahl fehlt, fehlt sie auch dort.
Was ist Purple Haze?
Purple Haze trägt einen Namen, der älter ist als die Sorte: Jimi Hendrix' Lied von 1967. Die Pflanze selbst gehört zur Haze-Familie, also zu den sativadominanten Linien, die in den 1970ern in Kalifornien aus tropischen Landrassen gezogen wurden – und sie fällt darin durch zwei Dinge auf.
Erstens die Farbe: Bei kühlen Nächten in der späten Blüte laufen Blätter und Blüten violett an. Das ist keine Krankheit und kein Nährstoffmangel, sondern Anthocyanbildung – dieselben Pigmente, die Rotkohl und Blaubeeren färben. Zweitens die Blütezeit: 50 bis 65 Tage sind für eine 80-prozentige Sativa außergewöhnlich kurz. Klassische Haze-Linien brauchen zwölf Wochen und mehr.
Genetik und Abstammung
Zur Abstammung von Purple Haze gibt es keine eindeutige, vom Züchter dokumentierte Angabe – Sensi Seeds nennt für die White-Label-Linie das Verhältnis von 80 Prozent Sativa zu 20 Prozent Indica, aber keine Elternsorten. Verbreitet ist die Annahme einer Verbindung von Purple Thai mit einer Haze-Linie; belegt ist sie nicht.
Das ist bei Sorten aus dieser Zeit kein Einzelfall, und es ist ehrlicher, es so zu sagen, als eine plausible Abstammung zu behaupten. Was sich belegen lässt: Das sativadominante Verhältnis, die kurze Blüte und die Violettfärbung sind bei dieser Linie stabil.
Aroma und Geschmack
Der Züchter beschreibt den Duft als unmittelbar erkennbar süß-säuerlich. Das ist eine kurze Beschreibung, trifft aber den Kern: Purple Haze riecht nicht nach Beeren, obwohl die Farbe das nahelegt, sondern süß mit einer klaren säuerlichen Kante.
Eine Anmerkung zur Farbe: Violette Blüten sehen eindrucksvoll aus, sagen aber nichts über Wirkstoffgehalt oder Aroma. Wer wegen der Optik anbaut, sollte wissen, dass die Färbung von kühlen Nachttemperaturen abhängt – bleiben die Nächte warm, bleibt die Pflanze grün und ist genauso gut.
Wirkung
Sensi Seeds nennt einen Schub an Kreativität, begleitet von einer leichten Entspannung aus dem 20-prozentigen Indica-Anteil. Mit 16 bis 20 Prozent THC ist Purple Haze nach heutigen Maßstäben moderat – sie gehört zu den Sorten, bei denen der Charakter der Wirkung wichtiger ist als die Stärke. Für Leute, denen 28-prozentige Sorten zu viel sind, ist das genau der Punkt.
Anbau: Blütezeit, Ertrag und Höhe
Die kurze Blütezeit ist das Hauptargument für diese Sorte. 50 bis 65 Tage sind für eine sativadominante Genetik schnell und machen sie zur einzigen Haze-Verwandten, die auch in einen engen Zeitplan passt. Die Höhe liegt bei 110 bis 150 cm – damit braucht sie ein Zelt mit ausreichend Kopfhöhe, weil sativadominante Sorten sich in den ersten Blütewochen zusätzlich strecken.
Der Ertrag wird als groß eingestuft, mit dem Hinweis des Züchters, dass sie diesen Ertrag ohne den Extraaufwand liefert, den manche Hochertragssorten verlangen. Für die Violettfärbung sind kühle Nächte nötig: Ein Temperaturgefälle von vier bis sechs Grad zwischen Tag und Nacht ist ohnehin sinnvoll, weil es die Pflanze kompakt hält – die Farbe ist dann ein Nebeneffekt.
Indoor oder Outdoor?
Beides. Indoor spricht die kurze Blüte für sie, draußen das empfohlene sonnige bis mediterrane Klima und die frühe Reife. Weil die Blütezeit kurz ist, kommt sie in Mitteleuropa im Freiland früher fertig als die meisten sativadominanten Sorten – das ist ein echter Vorteil, weil es die Ernte aus der feuchten Oktoberphase heraushält. Für die Violettfärbung sind Herbstnächte draußen ohnehin die besseren Bedingungen.
Für Anfänger geeignet?
Ja, und das sagt der Züchter selbst: Purple Haze gilt als besonders leicht anzubauen und damit als solide Wahl für Einsteiger. Die einzige Planungsfrage ist die Höhe – 110 bis 150 cm plus Streckung wollen ein Zelt, das nicht zu niedrig ist. Was in den ersten Wochen zu tun ist, steht im Anzucht-Guide, die Werte je Phase im Pflege-Leitfaden.
Purple Haze oder Amnesia Haze?
Beide sind sativadominante Haze-Verwandte, aber der Aufwand ist verschieden. Amnesia Haze ist die klassischere Haze mit citrus-erdigem Aroma und einer längeren Blüte. Purple Haze ist die schnellere, mildere und optisch auffälligere Variante.
Kurz: Wer den Haze-Charakter in voller Länge will, nimmt Amnesia. Wer sativadominant anbauen will, ohne drei Monate Blüte einzuplanen, nimmt Purple Haze.
Häufige Fragen zu Purple Haze
Ist Purple Haze Indica oder Sativa?
Sativadominant – 80 Prozent Sativa, 20 Prozent Indica.
Wie hoch ist der THC-Gehalt von Purple Haze?
16 bis 20 Prozent – nach heutigen Maßstäben ein moderater Wert.
Wie lange blüht Purple Haze?
50 bis 65 Tage. Für eine sativadominante Sorte ist das außergewöhnlich kurz.
Warum werden die Blüten violett?
Durch Anthocyane, die sich bei kühlen Nachttemperaturen in der späten Blüte bilden. Bleiben die Nächte warm, bleibt die Pflanze grün – ohne Nachteil für Aroma oder Wirkung.
Ist Purple Haze für Anfänger geeignet?
Ja, der Züchter empfiehlt sie ausdrücklich für Einsteiger. Zu planen ist nur die Höhe von 110 bis 150 cm.
Welche Eltern hat Purple Haze?
Das ist nicht belegt. Der Züchter nennt nur das Sativa-Indica-Verhältnis; die häufig genannte Verbindung von Purple Thai und einer Haze-Linie ist eine Annahme.
Purple Haze Stecklinge und Samen kaufen
Purple Haze selbst führen wir derzeit nicht. Aus derselben Richtung – sativadominant, aromatisch, kräftig – findest du Super Silver Haze als bewurzelten Steckling. Das übrige Sortiment steht bei den Hanfstecklingen und den THC-Samen; welche Sorte zu deinem Platz passt, klärt der Sortenberater in drei Fragen.
Rechtlicher Rahmen
Für den privaten Eigenanbau in Deutschland gilt: höchstens drei Cannabispflanzen gleichzeitig, unabhängig davon, ob sie blühen (§ 9 Abs. 1 KCanG). Die Weitergabe an andere ist auch unentgeltlich nicht erlaubt.
- § 9 Abs. 1 KCanG · abgerufen 2026-09-10
- § 2 Abs. 1 Nr. 7 KCanG (Weitergabeverbot) · abgerufen 2026-09-10
Stand: 2026-09-10




