Pflege
Cannabis pflegen:
was deine Pflanze jetzt braucht
Wähle die Phase, in der du gerade bist. Alle Werte auf dieser Seite stellen sich darauf ein.
18 Stunden Licht, die Pflanze wird größer
50–60%
Luftfeuchtigkeit
18/6
Lichtzyklus
22–26°C
Temperatur am Tag
6,0–6,5
pH im Gießwasser
Werte
Was du einstellst
Gießwasser
pH im Gießwasser
6,0–6,5
Liegt der pH daneben, kann die Pflanze vorhandene Nährstoffe nicht aufnehmen.
Gieße erst, wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde trocken sind — Finger hineinstecken genügt. Staunässe ist der häufigste Fehler und führt zu Wurzelfäule. Das Wasser sollte Raumtemperatur haben, etwa 20 bis 22 °C.
Licht
18/6
Stunden Licht / Stunden Dunkelheit
18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit.
Abstand der Lampe
30–50cm
Zu nah verbrennt die Blattspitzen, zu weit lässt die Pflanze sich strecken.
Rechne mit 150 bis 200 Watt LED je Quadratmeter. In der Dunkelphase darf kein Licht eindringen — ein Lichtleck verhindert die Blüte.
Klima
Temperatur am Tag
22–26°C
Temperatur nachts
18–22°C
Vier bis sechs Grad kühler als tagsüber — das hält die Pflanze kompakt.
Luftfeuchtigkeit
50–60%
Junge Wurzeln brauchen feuchte Luft. In der Blüte wird es trockener, sonst schimmeln die Blüten.
Ein Ventilator hält die Luft in Bewegung. Stehende, feuchte Luft ist die Voraussetzung für Schimmel.
Nährstoffe
stickstoffbetont
jetzt richtig
Mit halber Dosierung anfangen. Stickstoff treibt das Blattwachstum an. Verbrannte Blattspitzen heißen: sofort weniger.
Alle Phasen im Überblick
Was sich von Phase zu Phase ändert — und was gleich bleibt. Die drei Werte, die wirklich umgestellt werden, sind Luftfeuchtigkeit, Lichtzyklus und Dünger; Temperatur, pH und Lampenabstand bleiben über den ganzen Grow gleich.
| Wert | Anzucht | Wachstum | Blüte |
|---|---|---|---|
| Luftfeuchtigkeit | 70–80% | 50–60% | 40–50% |
| Temperatur am Tag | 22–26°C | 22–26°C | 22–26°C |
| Temperatur nachts | 18–22°C | 18–22°C | 18–22°C |
| pH im Gießwasser | 6,0–6,5 | 6,0–6,5 | 6,0–6,5 |
| Abstand der Lampe | 30–50cm | 30–50cm | 30–50cm |
| Lichtzyklus | 18/6 | 18/6 | 12/12 |
| Dünger | keiner | stickstoffbetont | phosphor- und kaliumbetont |
| Training | nein | ja | nein |
Handgriffe
Was du tust
Schädlinge
Sieh dir einmal in der Woche die Blattunterseiten an — dort sitzen Spinnmilben und Blattläuse, bevor man sie oben bemerkt. Trauermücken erkennst du an kleinen schwarzen Fliegen über der Erde; sie kommen, wenn zu nass gegossen wird. Bei leichtem Befall reichen Neem-Öl oder Kaliseife. Grauschimmel entsteht bei zu feuchter, stehender Luft — befallene Teile sofort entfernen und nicht kompostieren.
Gießmenge und Topfgröße
Pro Gießgang etwa 10 bis 20 Prozent des Topfvolumens — bei einem 11-Liter-Topf also gut ein bis zwei Liter. Seltener und durchdringend ist besser als täglich ein Schluck: Die Wurzeln wachsen dorthin, wo Wasser war. Ob gegossen werden muss, sagt das Gewicht des Topfes zuverlässiger als der Blick auf die Erde — fühlt er sich deutlich leichter an als direkt nach dem Gießen, ist es Zeit.
Der Steckling wurzelt in einem halben bis einem Liter an, kommt nach zwei bis drei Wochen in 5 bis 7 Liter und geht für die Blüte in 11 bis 18 Liter. Ein zu großer Topf am Anfang ist kein Vorteil: Die Erde bleibt darin zu lange nass, und genau daran gehen die meisten Stecklinge ein. Als Faustregel reichen 2 bis 3 Liter Topfvolumen je 30 Zentimeter Endhöhe.
Umtopfen und Spülen
Umgetopft wird, wenn Wurzeln unten aus den Löchern schauen oder die Pflanze zwischen zwei Gießgängen sichtbar schlapp macht. Der beste Zeitpunkt liegt kurz vor der Umstellung auf 12 Stunden Licht — in der Blüte selbst sollte der Topf nicht mehr gewechselt werden, weil die Pflanze die Störung nicht mehr aufholt.
In den letzten ein bis zwei Wochen vor der Ernte gießen viele nur noch mit Wasser ohne Dünger. Ob das den Geschmack messbar verbessert, ist unter Growern strittig — belegt ist es nicht. Schaden nimmt die Pflanze davon nicht, und weniger Dünger am Ende ist ohnehin kein Fehler.
Training
Im Wachstum
Jetzt trainieren
Jetzt ist der Moment. Beim LST biegst du die Triebe mit Schnur sanft nach unten, bis das Blätterdach gleichmäßig steht. Topping — die Hauptspitze kappen — bringt zwei Haupttriebe, ist aber der riskantere Weg. Fang mit LST an.
Stand: