OG Kush ist die Sorte, aus der die halbe amerikanische Cannabiszucht hervorgegangen ist – citrus-erdig im Aroma, gesellig in der Wirkung und mit einer Herkunft, die bis heute nicht geklärt ist.
Steckbrief OG Kush
| Typ | Hybrid, indicadominant (70 % Indica / 30 % Sativa) |
| Genetik | Chemdawg × Lemon Thai × Hindu Kush |
| THC | bis 26 % |
| Blütezeit | 55–65 Tage, also 8–9 Wochen |
| Ertrag indoor | 600–700 g/m² |
| Höhe indoor | 100–120 cm |
| Höhe outdoor | 150–200 cm, 1.500–2.000 g je Pflanze |
| Ernte im Freiland | September, 3. bis 4. Woche |
| Aroma | Citrus, skunkig, erdig |
| Geschmack | Citrus, kräutrig, skunkig, holzige Kiefer |
| Wirkung | kopfbetont, heiter, entspannend, gesellig |
Angaben des Züchters Barney's Farm, abgerufen am 10.09.2026.
Was ist OG Kush?
OG Kush ist Anfang der 1990er in Kalifornien aufgetaucht und wurde zur Grundlage einer ganzen Sortenfamilie. Girl Scout Cookies, Bruce Banner, Wedding Cake, GMO, Sour Diesel – sie alle führen OG Kush oder ihre Chemdawg-Wurzel in der Abstammung. Wer heute eine moderne US-Sorte anbaut, baut mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Nachkommin von OG Kush an.
Bemerkenswert ist, dass die Herkunft trotz dieser Bedeutung nie eindeutig geklärt wurde. Selbst das „OG" ist umstritten: Gedeutet wird es als „Ocean Grown", als „Original Gangster" oder einfach als „original". Keine der Deutungen ist belegt.
Genetik und Abstammung
Barney's Farm nennt für die eigene Linie Chemdawg × Lemon Thai × Hindu Kush. Diese Zusammensetzung ist die verbreitetste Annahme und erklärt das Aroma gut: Chemdawg bringt das scharfe, dieselartige Element, Lemon Thai die Citrusnote, Hindu Kush die erdige, harzige Basis und den indicadominanten Wuchs.
Wie bei Sour Diesel gilt aber: OG Kush ist unter Growern entstanden, nicht in einem dokumentierten Zuchtprogramm. Andere Quellen nennen andere Kombinationen. Was hier steht, ist die Angabe des Züchters, dessen Linie beschrieben wird – nicht eine gesicherte Abstammung.
Aroma und Geschmack
Der Züchter nennt als Aroma Citrus, skunkig, „dank" und erdig; als Geschmack Citrus, kräutrig, skunkig und holzige Kiefer. Der englische Begriff „dank" hat im Deutschen keine gute Entsprechung – gemeint ist dieser feuchte, schwere, fast kellerartige Unterton, der für die OG-Familie kennzeichnend ist. Er ist der Grund, warum man eine OG am Geruch erkennt.
Solche Profile stehen typischerweise für Myrcen, Limonen und Caryophyllen. Gemessene Werte veröffentlicht der Züchter nicht; die Zuordnung ordnet das beschriebene Aroma ein.
Wirkung
Kopfbetont, heiter, entspannend und gesellig – die Kombination ist der Grund für die Beliebtheit der Sorte. OG Kush ist bei 70 Prozent Indica keine reine Abendsorte: Der Einstieg ist klar und aufhellend, die körperliche Entspannung kommt danach, ohne müde zu machen. „Gesellig" trifft es gut – es ist eine Sorte für Gespräche, nicht für die Couch.
Anbau: Blütezeit, Ertrag und Höhe
Mit 55 bis 65 Tagen liegt OG Kush im schnellen bis mittleren Bereich, der Ertrag von 600 bis 700 g/m² indoor ist hoch. Indoor bleibt sie bei 100 bis 120 cm, draußen erreicht sie 150 bis 200 cm und bis zu 2.000 g je Pflanze.
OG-Linien haben eine Eigenheit, die man kennen sollte: Sie bilden lange, etwas dünne Seitentriebe, die unter dem Gewicht der Blüten nachgeben. Wer die Triebe in der zweiten Blütehälfte nicht abstützt, verliert Blüten. Ein Netz oder Bambusstäbe kosten nichts und lösen das Problem vollständig.
Indoor oder Outdoor?
Beides. Indoor spricht die überschaubare Höhe für sie, draußen der frühe Erntetermin in der 3. bis 4. Septemberwoche – vor der feuchten Oktoberphase. Für Mitteleuropa ist OG Kush damit eine der brauchbareren Outdoor-Sorten aus der amerikanischen Familie, von denen viele zu spät fertig werden.
Für Anfänger geeignet?
Bedingt. Nährstoffe und Klima verzeiht sie, die Blütezeit ist überschaubar. Der Punkt, an dem Anfänger bei OG-Linien Ertrag verlieren, ist die fehlende Stütze für die Seitentriebe – das ist aber ein Handgriff, keine Kunst. Was in den ersten Wochen zu tun ist, steht im Anzucht-Guide.
OG Kush oder Girl Scout Cookies?
Verwandt und trotzdem verschieden. Girl Scout Cookies ist eine direkte Nachkommin von OG Kush (gekreuzt mit Durban Poison) und bringt das süße, minzig-schokoladige Dessert-Aroma mit – bei ähnlicher Blütezeit und ähnlicher Höhe. OG Kush ist die citrus-erdige, weniger süße Variante.
Kurz: Dessert-Aroma – Girl Scout Cookies. Citrus, Erde und der klassische OG-Charakter – OG Kush. Wer den scharfen Diesel-Ton sucht, geht eine Generation zurück zu Sour Diesel.
Häufige Fragen zu OG Kush
Ist OG Kush Indica oder Sativa?
Indicadominant – 70 Prozent Indica, 30 Prozent Sativa. Die Wirkung bleibt trotzdem gesellig statt sedierend.
Wie hoch ist der THC-Gehalt von OG Kush?
Bis 26 Prozent nach Angabe des Züchters.
Wie lange blüht OG Kush?
55 bis 65 Tage, also acht bis neun Wochen.
Wofür steht das „OG"?
Das ist ungeklärt. Gedeutet wird es als „Ocean Grown", als „Original Gangster" oder einfach als „original" – belegt ist keine der Varianten.
Welche Sorten stammen von OG Kush ab?
Unter anderem Girl Scout Cookies, Bruce Banner, Wedding Cake und GMO. OG Kush ist einer der häufigsten Elternteile moderner US-Sorten.
Braucht OG Kush eine Stütze?
In der zweiten Blütehälfte ja. Die Seitentriebe sind lang und geben unter dem Blütengewicht nach; ein Netz oder Stäbe genügen.
OG Kush Stecklinge und Samen kaufen
OG Kush selbst führen wir derzeit nicht. Aus derselben Familie findest du bei den Hanfstecklingen und den THC-Samen mehrere direkte Nachkommen – Gorilla Zkittlez und Biscotti Mintz stehen in derselben Linie. Stecklinge werden am Versandtag geschnitten und diskret geliefert; welche Sorte zu deinem Platz passt, klärt der Sortenberater.
Rechtlicher Rahmen
Für den privaten Eigenanbau in Deutschland gilt: höchstens drei Cannabispflanzen gleichzeitig, unabhängig davon, ob sie blühen (§ 9 Abs. 1 KCanG). Die Weitergabe an andere ist auch unentgeltlich nicht erlaubt.
- § 9 Abs. 1 KCanG · abgerufen 2026-09-10
- § 2 Abs. 1 Nr. 7 KCanG (Weitergabeverbot) · abgerufen 2026-09-10
Stand: 2026-09-10




